Abb. 1: Untertitel auf Film oder Video werden in Weiß mit schwarzem Konturschatten angelegt.

Regelung für Untertitel für Filme und Videos

In einem Film oder Video werden Untertitel eingeblendet, um beispielsweise gesprochene Inhalte aus einer Fremdsprache zu übersetzen oder die Inhalte verständlich zu machen.

Gestaltung der Untertitel:

  • Die Untertitel werden in der Regel zentriert am unteren Bildrand platziert und in der LWL-Hausschrift Frutiger oder alternativ in der Hausschrift Segoe UI gesetzt. Die Schriftgröße darf nicht weniger als fünf Prozent der Bildhöhe betragen, damit die Schrift gut lesbar ist. Das bedeutet für Full HD (1920 x 1080 Pixel) 60 Pixel pro Zeile. 
  • Die Farbe der Untertitel ist weiß, hat aber einen leichten Konturschatten, damit die Untertitel auch auf hellen Filmhintergründen gut erkennbar sind.
  • Die Untertitel dürfen immer nur aus höchstens zwei Zeilen bestehen, damit der Text ausreichend lange steht, um gelesen werden zu können. Jede Zeile enthält höchstens 37 Zeichen. Es ist besser, den Text auf mehrere Untertitel aufzuteilen.
  • Bei Sprecherwechseln werden die verschiedenen Dialoge in der Form "obere Zeile/untere Zeile" mit einem Spiegelstrich oder Minuszeichen in der unteren Zeile gekennzeichnet:

Regnet es draußen? 
– Soweit ich weiß, ist es trocken.

  • Da der LWL die Personen in der Regel durch Inserts benennt, sind sie optisch bekannt und müssen nicht neu vorgestellt werden.
  • Wenn die Stimme einer Person, die nicht im Bild ist, zu untertiteln ist, wird deren Name oder Vorname in Klammern vor den Text gesetzt:

„(Marie) Ich habe die Ausbildung gemacht,
um mir Aufstiegschancen zu eröffnen.“ 

  • Die Untertitel dürfen die Inserts nicht überblenden. Daher ist die Position horizontal und vertikal entsprechend manuell anzupassen (bei srt-Dateien nicht möglich).
  • Die Untertitel müssen immer lippensynchron mit der Sprache und möglichst wörtlich erscheinen. Sie werden immer in der Originalsprache eingeblendet. Dialekt ist nur sichtbar zu machen, wenn er handlungsrelevant ist, da die Schreibweise im Dialekt eine neue Barriere darstellen kann. 
  • Bei Schachtelsätzen ist ohne Informationsverlust umzuformulieren. Schimpfwörter und Kraftaus-drücke sind wortwörtlich wiederzugeben. Sehr kurze Untertitel wie „ja“ müssen mindestens eine Sekunde lang zu sehen sein. Ansonsten sind die Untertitel zwei und höchstens vier Sekunden lang einzublenden. 
  • Die Zeilen sind nach Sinneinheiten aufzuteilen. Parasprache, Träume oder Gedanken können in unterschiedlichen Farben dargestellt werden. Hier sind wegen der Lesbarkeit Gelb, Grün oder Cyan zu verwenden. 
  • Off-Texte werden durch Anführungsstriche in der normalen Typo und Zitate innerhalb des Off-Textes durch einfache Anführungszeichen kenntlich gemacht:

„Als wir hinausgingen sagte er:
‚Gehen wir noch zu mir?‘“

  • Kommentare werden am Anfang und Ende mit * gekennzeichnet.
  • Kommen Geräusche vor, werden diese nicht lautmalend wiedergegeben, sondern geschildert, z. B. („Hahn kräht" statt „Kikeriki“). 
  • Wenn Gesang im Untertitel wiedergegeben wird, ist analog zu TV-Sendern das Zahlzeichen # jeweils am Anfang jedes Titels und am Ende des letzten Titels als Abschluss zu setzen. 

Sonderregelung für Gebärdensprachvideos

  • Die Untertitel werden vom Rahmenvertragspartner Sign Time erstellt.
  • Sign Time lädt das Video samt Untertitel auf dem YouTube-Kanal "LWL in Gebärdensprache" hoch und stellt den Redakteurinnen und Redakteueren den entsprechenden Link zur Verfügung. Alternativ ist auch die Bereitstellung als Dateien möglich. Mehr Infos zu Gebärdensprachvideos siehe hier.